Ziel dieser Maßnahme ist die Installation eines Mikrostationsnetzes für die Erfassung von Umweltdaten inklusive Funknetz, App-Visualisierung, Datenmanagement und Funknetzwerk. Seit wenigen Jahren gibt es eine neue Form der Datenübertragung, eine Form des IoT (Internet of Things), mit der dies einfach und kostengünstig umgesetzt werden kann. Dies sind auf LoRaWAN (Low Range Wide Area Network) Technik basierende Sensoren, die ungebunden an eine Stromversorgung messen und senden können. Damit können flächendeckend in der ganzen Region Sensoren installiert werden, die einen breiten Nutzen bieten. Dazu zählen zu allererst die Messung von Umweltdaten wie Niederschlag, Lufttemperatur, Luftfeuchte, Feuchttemperatur, Bodenfeuchte, uvm. Doch auch viele andere Sensoren können auf diesem Funkstandard aufbauen. Über diese Maßnahme soll ein flächendeckendes Funknetz mit sogenannten Gateways aufgebaut werden, was wesentlich ressourcenschonender ist, im Vergleich zur Installation durch einzelne Betriebe. Ist das Funknetz erstmal in Betrieb können alle Sensoren darauf zugreifen.
Durch mehrere sehr hoch gelegene Gateways (Kulm) kann in der Region eine exzellente Abdeckung erzielt werden. Ergänzet werden tiefere Lagen durch kleinere Gateways. Um größtmögliche Synergien zu gewährleisten, werden sowohl Sendstationen als auch Wetterstationen im Netz der LK Steiermark integriert und für den Warndienst freigegeben.
Die Erfassung dieser Wetterdaten bringt zahlreiche Vorteile. Niederschlags-, Lufttemperatur-, Luftfeuchte-, Bodentemperatur-, Bodenfeuchte- oder Windsensoren lassen sich viele Ziele erreichen. Ein ressourcenschonender Einsatz bei Bewässerungen, Warnung bei Hochwasser, Warnung vor Spätfrösten, eine gute Sorten- und Standorteinschätzung, eine Optimierung des Einsatzes von Düngemitteln, die Befahrbarkeit von Böden oder der Einsatz von Bodenbearbeitung. Zum richtigen Zeitpunkt gesetzte Maßnahmen bieten eine Möglichkeit zur Optimierung für Landwirte. Ebenso können Kommunen oder Blaulichtorganisationen auf die Messdaten zugreifen. Auch Haus- und Gartenbesitzer können davon profitieren.
Die Visualisierung erfolgt über den Projektpartner "Mysens" und die Daten des KulmlandNET stehen allen zu Verfügung.





