Wichtige Planung für den regionalen Vertrieb

Die Corona-Krise und vor allem auch die zahlreichen Lockdowns zeigen den Wert einer gut funktionierenden Landwirtschaft und der damit verbundenen lokalen Versorgungssicherheit. Auch die Bereitschaft der Bevölkerung zu heimischen Produkten zu greifen wächst ständig und innerhalb der Landwirtschaft verstärkt sich zunehmend der Trend zur Direktvermarktung. Vor allem 24-Stunden-Läden erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit bei Produzenten und Konsumenten.

Schon seit längerer Zeit wird im Kulmland an der Stärkung der regionalen Vermarktung gearbeitet. Während schon im Jahr 2014 mit einem Bürgerbeteiligungsprozess begonnen wurde, gibt es nun konkrete Projekttätigkeiten für die Umsetzung einer koordinierten Vermarktungsstrategie. Mit Unterstützung der LEADER-Region Oststeirisches Kernland wurde Projektphase 1 (Budget: 10.000 Euro) für die Schaffung einer Vermarktungsplattform gestartet.

Kompetente Partner

Ziel dabei ist es, die notwendige Planungsarbeit bis Sommer 2021 durchzuführen, um danach möglichst rasch in Projektphase 2 (Umsetzung) eintreten zu können. Um diesen Prozess möglichst effizient durchführen zu können, wurden kompetente Berater aus der Steiermark hinzugezogen. Das sind einerseits die Gründer des Pöllauer Bauernladens, die seit Jahren erfolgreich einen kooperativ betriebenen Vermarktungsstandort betreiben. Andererseits die Murtaler Bauernkraft, die als Zusammenschluss vieler Lebensmittelerzeuger ein innovatives, online-basiertes Vermarktungssystem ins Leben gerufen hat (www.bauernkraft.at). Die Produzentengruppe wurde mit ihrem Projekt in der aktuellen Förderperiode sogar als das österreichweit beste ausgezeichnet.

Die Projekttreffen sind abegschlossen, bei denen vor allem das benötigte regionale Angebot, die notwendige Logistik und die rechtlichen Rahmenbedingungen diskutiert wurden. Wichtig dabei werden sich die Bündelung eines möglichst breiten Angebots und eine straffe Bewältigung der damit verbundenen Logistik sein. Innerhalb der nächsten Wochen und Monate wird der Verein Kulmland-Region auch an alle Lebensmittelerzeuger der fünf Kulmland-Gemeinden herantreten, sie über den Verlauf des Projekts informieren und das regionale Angebot erheben.

Tourismus

Auch die Themen Tourismus und Gastronomie finden sich natürlich in der Planungsarbeit wieder. Schließlich ist das Kulmland mit seinen touristischen Attraktionen eine gut besuchte Region in der Steiermark und birgt damit ein hohes Vermarktungspotential. Ebenfalls geklärt werden müssen rechtliche und bauliche Rahmenbedingungen sowie Kostenschätzung und Förderabwicklung für Projektphase 2. Koordiniert von Kulmland-GF Robert Matzer wird gemeinsam ein konkretes Konzept für die Region erarbeitet.

kulmlandcom--article-2276-0.jpeg
Bgm. Josef Lind und GF Robert Matzer besuchten die Murtaler Bauernkraft und konnten viel von Obmann Bernhard Edlinger mitnehmen
kulmlandcom--article-2277-0.jpeg
GF Robert Matzer blickte mit Direktvermarktungs-Profi Alois Pöltl hinter die Kulissen des erfolgreichen Pöllauer Bauernladens


Cookie Einstellungen
Cookie Einstellungen